Französische Arbeitsmarktreform [CEP]

Französische Arbeitsmarktreform [CEP]

Am 22. September wird die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron bereits im Wahlkampf angekündigte Arbeitsmarktreform verabschiedet und kurz darauf in Kraft treten. Ziel der Reform ist dabei mehr Flexibilität für die Unternehmen über flexiblere Arbeitsverhältnisse sowie eine Stärkung des sozialen Dialogs in den Betrieben.

Kommentar der Redaktion

Ist Frankreich doch reformfähig? Macron will dieses Signal schon vor der Bundestagswahl senden und seine Arbeitsmarktreform am 22. September durch die Nationalversammlung bringen. Das CEP sieht die Reformen als Schritt in die richtige Richtung. Kündigungen sollen vereinfacht werden. Viele Unternehmen hatten bisher wegen des sehr strikten Kündigungsschutzes auf Anstellung von Arbeitnehmern verzichtet, aus Angst, diese später nicht mehr loswerden zu können. Lohnverhandlungen werden in die Betriebe verlagert, die jetzt ab 50 Angestellten einen Betriebsrat haben müssen. Die Abschlüsse müssen mit dem Betriebsrat verhandelt werden. Die Ergebnisse werden so weniger ideologisch beeinflusst sein als heute, wo sehr kleine und sehr linke Gewerkschaften eine wichtige Rolle spielen, und sich eher an der Situation des Betriebes orientieren. Gleichzeitig wird so eine kollektive Arbeitnehmervertretung im gewerkschaftlich wenig organisierten Frankreich sichergestellt.

Langfristig sind diese Schritte für Frankreich wichtig. Ausreichend sind sie noch nicht. Macron wird weitere Reformen umsetzen müssen, beispielsweise bei der Berufsausbildung.

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