Kehrt links langsam Realitätssinn beim Euro ein?

Kehrt links langsam Realitätssinn beim Euro ein?

„Der Euro ist offensichtlich ein Misserfolg und spaltet Europa. In den romanischen Ländern liegt die Jugendarbeitslosigkeit zwischen 30 und 50 Prozent. Das ist nicht hinnehmbar. Da die relativen Wechselkurse zwischen den Euro-Ländern nicht an deren Wettbewerbsfähigkeit angepasst werden können, bestehen in der Euro-Zone nicht tolerierbare Verwerfungen zwischen den Mitgliedsstaaten, die Europa spalten.“
Roland Berger, Legende der Unternehmensberatung, wird 80 und findet, Europa könne wirtschaftlich und politisch durch die Abschaffung des Euro stabilisiert werden.

Das Interview in der Süddeutschen Zeitung ist zahlungspflichtig.

Kommentar: Erst vor wenigen Tagen hatte Die Zeit dem Ex-Verfassungsrichter Di Fabio die Gelegenheit gegeben, über „geregelte Austritte aus dem Euro“ nachzudenken. Damit haben in den letzten Tagen die beiden größten linken bzw. linksliberalen Zeitungen Deutschlands Euro-kritischen Stimmen ein Forum gegeben. Und das vor der Bundestagswahl und in einer Zeit, in der man zumeist nur wirtschaftliche Jubelmeldungen aus der Eurozone hört. Setzt hier ein Umdenken ein? Wir wissen zudem, dass wichtige SPD-Politiker skeptisch sind, ob man insbesondere Italien im Euro wird halten können.

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